Der automatische Kuhstall

Zeitgemäße Milchviehställe funktionieren zunehmend automatisiert und sind mehr denn je auf Effizienz ausgerichtet. Dieser Trend kommt aber nicht nur der Wirtschaftlichkeit zugute, sondern auch den Tieren selbst. Von optimierten Haltungsbedingungen profitieren nämlich Vieh und Halter gleichermaßen. Wie in einem Kuhstall Automatisierung aussehen und funktionieren kann, lässt sich anhand des im Folgenden beschriebenen Modells exemplarisch aufzeigen.

Ein Modellstall: Aufbau und Ablauf

Ein tatsächlich existierender Milchviehstall bildet die Vorlage für den Vorzeige-Modellstall. Er beherbergt vier Gruppen von Kühen, die jeweils aus 120 Tieren bestehen. Dank ausreichend weiträumiger Laufflächen entsteht kein unnötiger sozialer Stress unter den Herdentieren – eine strikte Anforderung der EU an ökologische Betriebe. Zum Melken werden die Kühe zwei- bis dreimal in einen runden Vorwarteraum geführt, der über ein drehendes Zutreibegatter verfügt. Anschließend betreten einzeln je eine der zwölf automatisierten, halbkreisförmig angeordneten Melkboxen. Die Erfassung der Zitzen erfolgt über optische und Lasersysteme, während fein justierte Sensoren die Milchmenge, ihre Inhaltsstoffe und weitere Kriterien überwachen. Auffällige Tiere und unverwertbare Milchproben werden aussortiert und untersucht.

Automatisiert und effizient

Auch die Fütterung wird in diesem Modellbetrieb von einem Roboter übernommen: Ein modernes Kalkulationsprogramm legt Art und Menge der Futterrationen fest. Diese werden von einem mobilen Behälter eingewogen und vier- bis sechsmal pro Tag im Stall programmgemäß an die individuellen Tiere verteilt. Autonom und hocheffizient. Die hohe Fütterungsfrequenz vermeidet unnötige Unruhe im Stall und wirkt sich so positiv auf das Tierwohl aus. Die Liegeboxen werden ebenfalls maschinell und automatisch betreut: An einer Beladestation holt sich ein Einstreuroboter gehäckseltes Stroh ab, um dieses in mehreren über den Tag verteilten Fahrten auf die Boxen zu verteilen. So ist eine beständig weiche und saugfähige Unterlage für die Tiere – die immerhin 12 bis 14 Stunden täglich im Liegen verbringen – sichergestellt. Die Säuberung der Boxen übernehmen wiederum speziell programmierte Schieberanlagen oder Entmistungsroboter.

Modernes Herdenmanagement im Kuhstall

Die Überwachung der Tiere als Individuen und im Herdenverband bildet einen wichtigen Bestandteil automatisierter Stallkonzepte. Ein speziell entwickeltes Programm für Herdenmanagement behält damit die Leistungs- und Gesundheitswerte der Kühe rund um die Uhr im Blick und bietet sofortigen Zugriff auf Ist- und Vergleichswerte, um eine sofortige und optimale Aussortierung und Behandlung zu ermöglichen. Ein intelligentes Ortungssystem zeigt jederzeit die Position der einzelnen Tiere im Stall an und erspart damit langes Suchen. Aus der Automatisierung von Milchviehställen ergeben sich, wie man am Beispiel des Modellstalls klar erkennen kann, handfeste Vorteile für die wirtschaftliche Effizienz von landwirtschaftlichen Betrieben. Die Modernisierung und energetische Sanierung von Milchviehställen ist aber nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern wird auch von Bund und Ländern umfassend gefördert. Je nach Maßnahme sind Zuschüsse von bis zu 40 Prozent möglich! 

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